Der Zyniker
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Wir retten die Banken - Auf Kosten der Allgemeinheit .... später

Das Finanzwesen hat es schon gut. Banken leihen dem Staat Geld und zwar massiv, dieser aber kann nun trotzdem als Bürge und Geldgeber für Banken herhalten .... Wie? Schon irgendwie grotesk oder?

Zu erst einmal schwatzen Bankberater ihren Vermögenden Kunden gerne hochriskante Papiere auf mit trotzdem ziemlich kleinen Gewinnmargen von einigen Prozenten. Bei Nichtvermögenden Leuten mit Schulden dagegen langen die Banken umso mehr hin mit hohen Kreditzinsen. Banken sind ja auch nicht Caritas und müssen Geld verdienen, soweit schon ok.
Nur eben dasBankmanager, die einer Bank zum Erfolg verhelfen sollen nur bis zur nächsten Straßenecke denken und dafür (Ackermann 2005 oder 2006 war es) 13,9 Millionen EURO Jahresgehalt kassieren. Ist das irgendwie verhältnismäßig zur Tätigkeit an sich? In Zeiten von Kapitalgier, die Aktienrendite muss ja stimmen und geht vor alles werden Tausende Jobs gestrichen. Da wurde dann geklönt "Der Staat hat sich aus sowas gefälligst rauszuhalten". Aber wenn das Geschäft von "Ich leihe Dir, Du leihst mir" zwangsläufig irgendwann zusammenbricht kommen sie ganz schnell aus den Löchern gekrochen und rufen nach dem Staat.

Und dieser, der sich über ein paar Millionen für die sog. Pendlerpauschale totdebattiert macht mir nichts dir nichts mal eben 500 Milliarden Euro locker als Nothilfe. 500 Milliarden!

Das sind 500.000 Millionen!!!!

Wo kommt dieses Geld her bei 1,6 BILLIONEN Euro Staatsschulden? Von uns liebe Freunde! Erst bezahlen Sie alle Herrn Ackermann und Co durch Zinsen und Bankgebühren ihre hart erarbeiteten Millionen und bei dessen Versagen zahlen sie die Schulden noch mit ihren Steuern. Ist das System nicht geil?

Und diejenigen, die sich dabei mal zu Wort melden sollten, schweigen wie die berüchtigten toten Lämmer. Die Bankmanager aber vergessen dabei nicht vor dem Hilferuf an den Staat noch die eine oder andere Gratifikation einzuheimsen.

Ich bin wahrlich kein Kommunist, wirklich nicht. Kommunismus kann nicht funktionieren. Aber wir erleben gerade mit, dass zügelloser und ungehinderter Kapitalismus sich genauso selber auffrisst und nicht funktioniert.

Das Rettungspaket der westlichen Länder verhindert MOMENTAN einen Kollaps - Nein. Verhindert ihn nicht! Verzögert oder zieht ihn nur in die Länge auf Kosten unserer Kinder, Enkel und Urenkel.

Wo kann ich bei meiner Bank ein Papier unterschreiben, meine SChulden meinen Urenkeln ans Bein zu binden bitte?
21.10.08 16:48


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Finanzkrise? Ist das alles?

Dieser Tage hört man in den Nachrichten nur noch "Finanzkrise", "Rettungspaket" und und und. Alle schimpfen auf die Banken, zu recht. Aber ist das alles?

NEIN!

Die Banken sind nur der dünne Faden, der das ganze Spiel aufgefädelt hat. Warum sonst hat z.B. Opel Produktionsstop? Nur, weil die Banken missgewirtschaftet haben? Bestimmt nicht. Ich fasse es mal kurz und missbrauche dazu einen Filmtitel aus den 70ern - "Gier essen Seele auf".

Am Beispiel von Opel kann man klar sagen, dass Werke in Osteuropa eröffnet wurden und auf teufel komm raus Autos produziert wurden. Autos sind nunmal aber eine große Anschaffung und können nicht beliebig oft verkauft werden. Schon gar nicht von (den gleichen Firmen wie Opel) ausgebeuteten neuen Arbeitskräften in so genannten Billig- bzw Niedriglohnländern.

Jeder Dümpel von der Straße wusste es und der normale Menschenverstand sagte es sowieso. Dieses ganze Spiel kann nicht funktionieren.

Manager und Firmenchefs die nur kurzfristig zur nächsten Bilanz denken und den eigenene Profiten sind schuld. Hauptsache billigst und immer billiger produzieren und zum gleichen Preis oder gar gestiegenen Preis verkaufen. Man verlagerte Arbeitsplätze nicht nach China und Co. um Konkurrenzfähig zu bleiben, sondern um die Gewinnspanne so weit zu dehnen wie es nur geht. Wenn aber niemand mehr etwas verdient und in den angestammten Absatzmärkten Arbeitsplätze abgebaut wurden ist das Ergebnis irgendwann: Ware da- Geld weg.

Da kommen nun die Banken ins Spiel. Die haben das ganze Treiben wissenlich (zum eigenen Profit) finanziert. Sowohl bei den Firmen als auch bei den Verbrauchern. Besonders in den USA, wo jeder Mindestlohnjobber einen Hauskredit bekam. Und wenn ein System einmal anfängt zu stottern, nimmt die Sache seinen Lauf. Erst platzt der Kredit von einem, dann der von 10, dann der von 100 und so weiter.

Dann fällt die erste, dann die zweite, dann die dritte Bank um und das ganze schöne Spiel vom Reichtum auf Pump fällt in sich zusammen. Die gut gemeinten Hilfspakete (Irgend eine Wahl ist in den Ländern immer in greifbarer Nähe) sind ja ganz gut gemeint. Zögern den endgültigen Umfall aber nur hinaus, der dann umso größer wird.

Die aktuelle Krise wäre eine Chance gewesen, dass der Markt und das ganze System sich bereinigt. Durch die Hilfspakete auf Steuerzahlerkosten aber bleibt alles beim alten. Die Krise würde aktuell sehr viele Leute bluten lassen, aber dafür kein Steuergeld verplempert. Nach einer gewissen Zeit der Markt und Systembereinigung aber würde es STABILISIERT wieder bergauf gehen und würde wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen dann helfen, die vorher bluten mussten.

Aber so .... Same Business as usual. You pay, we live.Warme Luft steigt von unten nach oben. So ist es mit dem Geld eben genauso.
25.10.08 20:28





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