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Total verfehlte Ausländerpolitik und Heucheldiskussionen

Dieser Tage wird völlig am Thema vorbei über Ausländer diskutiert. Dabei werden heiter die Themen EInbürgerung und Integration von AUsländern vermischt. Einbürgerung als Mittel zur Integration? Sowas können nur realitätsferne Grüne denken. Die Einbürgerung steht am Ende eines Integrationsprozesses. Ein Ausländer der sich gut in die Gesellschaft einbringt und sehr gut die deutsche Sprache spricht - Der kann als letzten Akt die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Im Fernsehen sah ich gestern, wie einige Reporter durch die Straßen zogen und Ausländer fragten, was sie von einem Einbürgerungstest halten (der in den USA z.B. gängige Praxis ist). Da fanden die auch gleich eine minderbemittelte Türkin, die meinte, das wäre eine Beleidigung. Türken meinen eh in Deutschland, sie hätten eine Sonderstellung. Haben Türken (eine große türkische Organisation!) nicht auch gesagt, es wäre diskriminierend an einer deutschen Schule deutsch sprechen zu müssen? Naja egal.


Zum Glück sind die rot-grünen 68er-Träumereien nicht mehr Mittelpunkt der Politik. Aber die Mühlen drehen sich nur langsam wieder in eine ordentliche Richtung. Aber anstatt endlich gesetzlich zu manifestieren, welche Einwanderere wir wollen und welche nicht ist die Situation heute so, dass jede Ausländerbehörde ihr eigenes Süppchen kochen darf. Die Ausländerbehörden haben nämlich nicht unerhebliche Ermessensspielräume. Da wird munter entschieden was das Zeug hält. Egal ob es einleuchtendist, dem Land dient oder sonstwas.


Dank einer früheren beruflichen Tätigkeit lernte ich einige eingebürgerte Türken kennen. Die sprachen zwar besser deutsch, als der Großteil der Türken in Deutschland, aber für einen Deutschen doch sehr dürftig. Und sie lebten auch nicht besonders in die Gesellschaft integriert. Sie lebten als Neudeutsche trotzdem in der gleichen Parallelwelt weiter, wie 95% der Türken in Deutschland.


Deswegen hat mich ein Beitrag in der ARD-Sendung "Kontraste" gestern umso mehr aufgeregt.


Da wurde die Geschichte von Quais Kamran erzählt. Er stammt aus Afghanistan und lebt seit 16 Jahren in Hessen. Was direkt auffiel war, dass er perfekt deutsch spricht. Er ist noch Schüler und will nach dem Abschluss zur Polizei gehen. Auch sagt er im Beitrag, dass "Heimat" für ihn ganz klar Deutschland bedeutet. Die hessiche Polizei sucht auch genau solche Leute wie ihn. Das Problem nur, er hat keine Aufenthaltsgenehmigung. Er und seine Familie sind seit 16 Jahren geduldet. Sein Bruder ist gar bereits eingebürgert! - Also Deutscher!


Weil er so gerne zur Polizei will, beantragte Quais Kamran daher bei der dortigen Ausländerbehörde eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung. Diese wird im verwehrt. Er habe schließlich keine Arbeit (Hallo, er ist noch Schüler!) und würde sich auch nicht um Arbeit bemühen. Wozu hat er dann extra eine Aufenthaltserlaubnis beantragt, um zur Polizei gehen zu können, liebe Ausländerbehörde?


Aber es kommt noch schlimmer. 16 Jahre hat die dortige Ausländerbehörde keinen Antrieb gehabt, der Familie ein Leben in Afghanistan wieder schmackhaft zu machen. Nun aufmerksam geworden soll die ganze Familie, bis auf den eingebürgerten Bruder natürlich, abgeschoben werden. Die Schwester von Quais Kamran studiert, die Mutter trägt nichtmal ein Kopftuch und alle sprechen perfekt deutsch. Solche Einwanderer wünscht man sich eigentlich, aber diese sollen nun gehen.


Um den Irrsinn dieser Ausländerbehörde zu veranschaulichen, ein Zitat:



Ernst Meiss, Leiter Ausländerbehörde
„Wir schätzen durchaus das Maß der Integration, das der Herr Kamran, erreicht hat, aber unbeschadet dessen, müssen wir natürlich auch berücksichtigen, dass ihm Afghanistan nicht gänzlich fremd ist und sechs Jahre in Afghanistan, zwar als Kind, sind sechs Jahre in Afghanistan.“


Zehntausende so genannter Russlanddeutscher mit mäßigen SPrachkenntnissen und meist kaum Ausbildung halst man der deutschen Bevölkerung auf, bürgert Ausländer ein, die die deutsche SPrache an deutschen Schulen als Diskriminierung empfinden und solche Leute wie Quais Kamran sollen gehen! Wenn ich die Ausländerpolitik so einiger Fälle aus meiner Laiensicht mal zusammenfassen darf - Blech rein, Gold raus. Wenn das weiter so gehandhabt wird muss man nicht um Probleme mit/wegen Ausländern und mangelnder Integration diskutieren. Dieses Land kotzt mich immer mehr an. Und bevor es einige Kommentatoren fordern: Wenn ich könnte, wäre ich schon weg.


Link zur Textfassung des Kontrase-Beitrags und Video:  Hier klicken!

5.5.06 11:52
 


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Ureinwohner (20.5.06 02:38)
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